Die “Winterpause” war bei mir bisher eigentlich gar keine Pause, sondern eher gesagt sogar eine Steigerung des Trainings. Das reicht von Laufveranstaltungen über Rennradtraining bis hin zum Mountainbiken.
In der Firma haben wir beschlossen, dass wir den Ossiloop von Bensersiel nach Leer mitlaufen wollen (6 Etappen á +-10 km über 3 Wochen verteilt) und daher haben wir nun ein wöchentliches Lauftreff. Jeden Dienstag wollen wir uns treffen und gemeinsam trainieren. Wenn ich nun einmal die Woche Laufen gehe, werde ich mich wohl doch sehr schwer mit dem Ossiloop tun, welcher Ende Mai stattfindet. Also muss ich jede Woche noch einen weiteren Termin finden, welcher bei mir auf dem Sonntag liegt. Ich bin selbst überrascht, aber eine Strecke von 5 km schaffe ich mittlerweile ohne wirkliche Probleme und vorallem ohne Pausen, das wäre vor einem Jahr wohl kaum denkbar gewesen. Zudem war ich für ein extra Training mit den OstTRIesen, der Triathlon Gruppe von Fortuna Logabirum, beim wöchentlichen Lauftraining im Wald. Ich wurde eingeladen, mir das doch einmal mit anzugucken. Ich habe bereits geahnt, dass es schwer werden würde, schließlich besteht die Truppe ausschließlich aus Triahtleten, welche schon das ein oder andere Quänchen an Erfahrung in dem Sport mit sich bringen. Aber ich habe es geschafft, insgesamt waren es 9,1 km mit einem Schnitt von 6,34 min/km, für mich war das eine mehr als passable Leistung, schließlich habe ich noch nie 9km ohne Gehpausen geschafft. Aber das sollte wohl noch nicht meine Bestleistung in diesem Monat sein.
Laufevents
Ich bin beim Silvesterlauf in Emden zu meinem ersten reinen Laufevent gestartet, ich habe mich für die 5km Runde quer durch die Stadt entschieden, mit einer Zeit von knapp 30 Minuten und einem Schnitt von 6,15 min/km (meine bisherige Bestzeit für 5km) war ich ebenfalls sehr zufrieden. Es war einfach mega geil, auf den letzten 100 Metern von so vielen Menschen angefeuert zu werden, was einem nochmal einen echten Motivationsschub gibt. Das war somit ein gelungener Abschluss vom Jahr 2017. 2018 soll nun weiter darauf aufbauen und noch einige Besonderheiten bereithalten.
Nachdem ich die 5km ohne Probleme geschafft hatte, habe ich ich gleich für meinen ersten Crosslauf angemeldet, diesesmal aber gleich die 10km Strecke. Ich brauche wohl irgendwie die Herausforderung, sich für Dinge anzumelden, von denen ich nicht weiß, wie ich sie überstehen soll. Zusammen mit meiner Cousine und einer Freundin ging es dann an den Start, ca. 160 Läufer gingen an den Start über 10km. Gelaufen wurden 4 Runden á 2,5km, ich habe mir gleich zu Beginn ein Tempo gesucht, welches ich hoffte bis zu Ende durchzustehen (es waren tatsächlich 6,25 min/km) in der zweiten Runde überlegte ich, eine Gehpause einzulegen, sagt mir aber, dass ich mindestens die ersten beiden Runden durchlaufen wollte, genauso lief es in der dritten Runde. Danach konnte ich mir sagen, dass es ja die letzte Runde sei und ich jetzt auch durchhalten muss. Gesagt, getan, ich bin die 10km in 1h 03min durchgelaufen! Für mich war die zeit einfach der Hammer, das hätte ich zuvor nicht erwartet. Das Starterfeld war allerdings eher mit schnelleren Läufern bestückt, sodass ich nur knapp 6 Leute hinter mir gelassen habe, aber das war mir eigentlich auch egal. Ich war einfach heilfoh, ohne Pausen angekommen zu sein.

TACX Rollentrainer
Ich habe bei ebay schon eine Zeit lang immer mal wieder nach Rollentrainern für das Rennrad geguckt, um im Winter oder einfach bei schlechtem Wetter nicht auf das Rennrad verzichten zu müssen, nach einer Weile habe ich dann einen Rollentrainer von TACX (T2650) bei ebay Kleinanzeigen gefunden, der Zustand war super und der Preis war ebenfalls sehr gut. Es ging also mit dem Auto nach Oldenburg, da es Mitte Dezember war, war eine Runde über den oldenburger Weihnachtsmarkt natürlich Pflicht, die Poffertjes mit geschmolzener Butter und Zucker durften einfach nicht fehlen. Dann schnell nach Hause und erst einmal die Steckachse von Rennrad ausgetauschen und das Rad in den Rollentrainer eingesetzen. Am Anfang ist es durchaus ein seltsames Gefühl, da man sich nicht von der Stelle bewegt und das Rad sich nicht nach links und recht neigen lässt. Aber daran kann man sich recht schnell gewöhnen. Es ist ein ganz anderes Fahrgefühl als auf der Straße, das bewegen des Rades, da neigen nach links und rechts fehlt, die Dynamik die sich beim Fahren durch Körper und Rad bewegt fehlt einfach. Zudem bin ich dann alleine unterwegs, was das ganze mit der Zeit irgendwie langweilig macht, anders als beim Spinning im Szudio. Das fahren auf der Straße macht deutlich mehr Spaß, aber mit dieser Möglichkeit kann man durchaus auch bei schlechtem Wetter mal auf das Rennrad steigen.
Mein neues MTB <3
Ich habe mir nun doch tatsächlich ein Mountainbike gekauft! Das hatte mehrere Gründe, zum einen wollte ich schon immer eins haben, einfach nur, weil sie geil aussehen 😉 Ein weiterer Punkt ist der, dass die Agentur bei der ich aktuell meine Ausbildung mache demnächst nach Leer umzieht, dann beträgt mein Arbeitsweg nur noch 12km statt wie bisher 30km, eine Strecke, welche ich durchaus morgens vor der Arbeit fahren kann, ohne komplett durchgeschwitzt im Büro zu sitzen.
Ich habe mich morgens hingesetzt und aus langeweile mal nach Mountainbikes geguckt und bin dabei auch recht schnell auf jenes gestoßen, welches ich mir auch gekauft habe. Es ist ein Trek X-Caliber 8 von 2017. Es ist bereits mein zweites Bike von Trek, auch mein Rennrad hat diese vier Buchstaben auf dem Rahmen stehen. Das Rad war ein echtes Schnäppchen, knapp 300€ unter den NP auf der Trek Homepage, die Optionen waren dementsprechend zwar eingeschränkt, entsprachen aber genau meinen Ansprüchen. Größe XXL und ein knallroter Rahmen. Ich habe ein solches Bike schon öfter auf Broschüren oder der Website von Trek gesehen, und nun habe ich mein eigenes. Anscheinend habe ich auch mal Glück. Danke auch an den Postboten, der extra geguckt hat ob jemand zuhause ist, ehe er das Paket mit übermaßen von der Station holte und dafür noch einmal extra zurückgefahren ist.
Für den Weg zur Arbeit habe ich im Sommer mein Rennrad, aber im Winter wenn auf den Straßen Schnee liegt und es rutschig wird, ist auch das Trekkingrad mit den relativ flachen Reifen schnell am Limit, von den breiteren Stollenreifen auf dem MTB erhoffe ich mir da etwas mehr Grip. Der Plan ist also, nach dem Umzug nach Leer möglichst selten mit dem Auto zu fahren und dafür den ein oder anderen KM mit dem Fahrrad zu sammeln.
Aber ein Mountainbike hat natürlich auch noch andere Einsatzgebiete: den Wald. Knapp eine Woche nach der Montage bin ich einfach mal in den Heseler Wald gefahren und bin kreuz und quer über die Wege und Pfade gefahren. Der Speed war unterirdisch, aber es ging mir erstmal darum, ein Gefühl für das Fahrrad und vorallem dem losen Untergrund zu bekommen. Es macht einfach megamäßig Spaß, sich hier ein wenig dreckig zu machen, aber es ist auch echt anstrengend einen guten Grundspeed zu halten.
Fazit des Winter bisher:
Ich habe mich beim Laufen sehr gesteigert, habe meine ersten beiden reinen Laufevents absolviert, auf dem neuen Rollentrainer Kilometer abgespult und mir ein Mountainbike für den Winter und den Wald zugelegt. Alles in allem kann ich mich da wohl nicht beschweren.