Es ist soweit, der Ossiloop steht an! 6 Etappen á +-10 km in 3 Wochen, jeweils Dienstags und Freitags. Am 24.04.2018 steht die erste Etappe von Bensersiel nach Dunum an, insgesamt 11,2 km. Einmal quer durch Ostfriesland.

In diesem Beitrag werde ich in den nächsten drei Wochen regelmäßig über die einzelnen Etappen berichten. Ich selbst bin wirklich gespannt, wie ich die Etappen überstehen werde, das Feeling bei dieser Veranstaltung mit knapp 3.000 Startern wird auf jeden fall etwas ganz besonderes werden.

Etappe 1 Bensersiel - Dunum (11,2 km) 24.04.2018
Etappe 2 Dunum - Plaggenburg (11,5 km) 27.04.2018
Etappe 3 Aurich - Aurich (10,0 km) 01.05.2018
Etappe 4 Holtrop - Bagband (11,9 km) 04.05.2018
Etappe 5 Gut Stiekelkamp - Holtland (9,8 km) 08.05.2018
Etappe 6 Nortmoor - Leer (10,0 km) 11.05.2018

Die Vorbereitung

Ich war ca. 2 Monate vor dem Ossiloop recht gut im Lauftraining angekommen, immer wieder Strecken um die 8-9 km waren überhaupt kein Problem mehr, ich dachte mir, wenn es so weitergeht, kann der Ossiloop gerne kommen. 3 Wochen vor dem Ossiloop dann einer richtige schöne und vor allem langwierige Grippe. 2 Wochen in denen ich überhaupt keinen Sport treiben konnte, der Stimmung trübte sich, da der Ossiloop immer näher rückte und ich mir die letzten 3 Wochen eigentlich für Training mit eingeplant hatte. Nun kam es aber anderes, anstatt zu trainieren habe ich … nichts getan. Nur jede Menge überlegt wie ich am besten wieder Gesund werde, um doch noch trainieren zu können im voraus. Knapp 1,5 Wochen vor dem Ossiloop bin ich dann das erste mal wieder auf die Straße gegangen, nach knapp 4 km ging garnichts mehr, ich war noch nicht wieder gesund und das habe ich auch zu spüren bekommen. Eine Woche später der erneute Versuch, 5 km in einer Zeit, die ich auch vor der Zwangspause gelaufen bin, damit hätte ich nicht gerechnet. Ich muss aber zugeben, dass die Zeit zwar passte, aber ich anschließend auch froh war, dass ich nicht noch weiter laufen musste. Die Vorbereitung ließ also eindeutig zu wünschen übrig, aber darauf hatte ich leider keinen Einfluss.

1. Etappe (Bensersiel - Dunum)

Die erste Etappe ist überstanden, ich habe doch nun tatsächlich meine erste Ossiloop Etappe hinter mir, darüber hätte ich vor zwei Jahren nur herzlichst gelacht. Wir waren ca. eine Stunde vor dem Start in Bensersiel und haben uns dort schon etwas umgesehen und natürlich auch die ersten Fotos gemacht. Wir haben im Besucherzentrum am Hafen im warmen gewartet bis es endlich soweit ist. Der Start erfolgt in Startgruppen welche nach der persönlichen 10km-Zeit gegliedert sind (ich war ich Gruppe 11 von 12, also recht weit hinten). Dann ging es los, knapp 15 min nach der ersten Startgruppe hieß es für uns nun auch “Ossiloop”. Ich merkte schnell, dass meine Pace um einiges höher war, als die vom Großteil dieser Startgruppe, also musste ich viele überholen. Das war nur leider gar nicht so einfach, da der Weg über einen kleinen Wanderweg auf dem Deich führte, mehr als 2 Leute passten nicht nebeneinander, das Überholen musste somit über den unebenen Grünstreifen stattfinden, wenn es denn überhaupt möglich war. Da ich oftmals warten musste, bis ich überholen konnte, habe ich leider sehr viel zeit liegen lassen Ich war zeitweise mit einer Zeit von 7 min/km unterwegs, was fast eine Minute langsamer ist, als meine normale Pace. Mittendrin ging es 2 km durch Esens und ein Wohngebiet mit breiten Straßen, hier konnte man in Ruhe mit genügend Platz überholen und etwas Zeit gutmachen, bevor es für die letzten 4-5 km wieder auf den Wanderweg ging. Im Ziel stand dann eine Zeit von 1h11min auf der Uhr mit einer Durchschnittspace von 6:27 min/km (Streckenlänger: 11,2km). Zufrieden? Nicht, leider nicht wirklich, ich hätte schneller laufen können, wäre da nicht dieser ganze Verkehr unterwegs gewesen. Aber gut, das ist jetzt nunmal nicht zu ändern und ich kann jetzt auf die nächste Etappe am Freitag blicken, von Dunum nach Plaggenburg. Ich werde mich wohl eine Gruppe weiter vorne einordnen und hoffen, nicht so im Verkehr zu stecken um möglichst meinen eigenen Rhythmus laufen zu können.

Ich liege in der Gesamtwertung aktuell auf Platz 2024, das ist also noch ausbaufähig, eine Platzierung im Mittelfeld wäre schon eine nette Sachen, also rund um Platz 1500 oder ähnliches, dazu müssen die nächsten Etappen nun umso besser passen, um die zeit wieder gutzumachen.

2. Etappe (Dunum - Plaggenburg)

Die 2. Etappe führt von Dunum nach Plaggenburg, eine 11,4 km lange Strecke, die größtenteils “sehr geradeaus” verläuft. Abwechslung ist dabei nur durch die anderen Läufer gegeben. Ich habe mich beim Start nicht in Gruppe 11 wie beim letzten mal eingeordnet, sondern in Gruppe 9, in der Hoffnung schnell in meinen Rhythmus zu kommen. Das ganz hat halbwegs gut funktioniert, zu Beginn habe ich die ganze Situation ein wenig beobachtet und habe dann versucht in mein Tempo zu kommen, dabei habe ich mich recht schnell bis in Startgruppe 8 vorgearbeitet. Hier konnte ich mich dann auch gut einpendeln und habe mein Tempo gefunden. Die Strecke verlief dieses mal nicht über einen Wanderweg, sondern über breite Straßen, sodass das Überholen kein Problem dargestellt hat. Nach knapp 6 km bin ich dann auf eine Gruppe aus 6 Leuten gestoßen, die das gleiche Tempo hatten wie ich, somit habe ich mich hier einfach eingeklinkt und bin bis zum Ziel dabei geblieben, das war eine sehr gute Motivation, da ich einige male den Gedanken hatte, etwas Tempo herauszunehmen. Habe mich aber durch die Gruppe gut bei dem Tempo halten können. Vielen Dank dafür. Es standen wieder etliche Leute am Streckenrand und haben den Läufern zugejubelt, einfach unbeschreiblich, sowas motiviert einfach ungemein. Teilweise waren es richtige Grillpartys mit lauter Musik und viel Bier oder auch Kinder, welche sich freuten wenn man ihnen bei der ausgestreckten Hand abklatschte. Es ist einfach toll, ein Teil von so etwas zu sein. Kurz vor dem Ziel standen dann auch schon einige Leute, die ich kannte. Laute Anfeuerungen, wilder Gewinke und ein motivierendes Geschrei, die anderen Läufer gucken ein wenig verdutzt als man mir so etwas entgegenbrachte. Seine Freunde mit an der Strecke zu haben ist super, man ist am anderen Ende von Ostfriesland und kennt trotzdem soviele Leute. Auch im Ziel noch einem mit Streckenmoderator Heino Krüger abklatschen, und dann bei den Getränken weiter Gespräche mit bekannten Gesichtern führen. Es macht einfach Spaß.
Ich habe für diese Etappe erneut 1h11min gebraucht, bedingt dadurch, dass die Strecke aber länger war, habe ich meinen Schnitt auf 6:17 min/km verbessern können, womit ich eigentlich schon sehr zufrieden bin, am Ende war aber noch Luft, als ich schlussendlich im Ziel war. Für die nächste Etappe rund um Aurich kann ich also noch ein wenig herausholen.
In der Gesamtwertung konnte ich mich nach der zweiten Etappe immerhin von Platz 2014 auf 1988 steigern, die 2000er Marke ist gebrochen. Wohin die Reise geht wird sich dann wohl auf den nächsten Etappen herausstellen. Dienstag geht es wieder los, die 3. Etappe rund um Aurich mit dem Zieleinlauf mitten in der Stadt, vor Hörensagen kann ich nur sagen, dass es dort sehr voll werden soll und dass die Zielankunft etwas ganz besonderes ist.

3. Etappe (Aurich - Aurich)

Es ist Halbzeit, die Hälfte der Etappen liegt hinter mir, die andere Hälfte fehlt noch. Die dritte Etappe führte von Egels nach Aurich, 10km auf meist gepflasterten Wegen. Knapp die Hälfte führte direkt an einem Kanal entlang, die Laufstrecke war einfach schön, zum Gucken und zum Laufen. Die Strecke ist mit 10km die kürzeste bisher, somit habe ich mir selbst das Ziel gesetzt, eine neue persönliche 10km Bestzeit aufzustellen. Ich habe bereits bei der ersten Etappe eine neue persönliche Bestzeit über 10km aufgestellt, lag wohl daran, dass ich kaum 10km Läufe gemacht habe bisher. Somit konnte ich mich bei der 2. Etappe ebenfalls wieder verbessern. Bei der dritten Etappe steht jetzt 1 Stunde und 50 Sekunden für 10km auf der Uhr, so gut war ich noch nie. Mein Ziel war es, unter einer Stunde ins Ziel zu kommen, eigentlich gut zu schaffen, dennoch bin ich knapp gescheitert, am Ende stand 1h 01min 40sek auf der Uhr, viel fehlte also nicht mehr.
Der Zieleinlauf in Aurich war genial, mitten in der Stadt auf dem Marktplatz. hunderte von Menschen bildeten einen Kanal durch den man Laufen musste, überall Menschen die klatschen, rufen, singen und sonst irgendwie die Läufer anfeuern. Quasi ein Volksfest, bei dem die Ossiloper im Vordergrund stehen. Die Stimmung war atemberaubend, genauso wie das Gefühl, ein Teil davon zu sein. Ich habe den Ossiloop bisher immer nur von Außen beobachtet und fand es schon geil, aber als Läufer ist es einfach nochmal etwas ganz anderes.
Diese Etappe hat mir bisher am meisten Spaß gemacht, ich war von Anfang an bei meinem Tempo, Startgruppe 8 stand auf dem Plan und hier konnte ich mich auch gut halten und meine Pace ohne Probleme durchziehen. In der Gesamtwertung konnte ich mich wieder steigern, von 1988 auf 1944, in Richtung 1600 wird es wohl nicht mehr gehen, aber ich hoffe trotzdem, mich kontinuierlich steigern zu können.
Die nächste Etappe ist knapp 12km lang, also 2km länger als diese. Somit werde ich mein Tempo wohl etwas drosseln, um genügend Luft für die letzten beiden Kilometer zu haben. Es geht immer näher in Richtung Leer, die An- und Abreise wird immer kürzer. Die letzten beiden Etappen sind nur 9,8 und 10km lang, ich habe also noch gute Chancen, eine Etappe unter einer Stunde zu beenden bzw. meine 10km Zeit zu verbessern.

4. Etappe (Holtrop - Bagband)

Vier Etappen liegen jetzt hinter mir, zwei weitere folgen noch. Die vierte Etappe war mit 12km die längste beim Ossiloop 2018, ich muss gestehen, dass ich in meiner Vorbereitung noch nie 12km am Stück gelaufen bin, das längste waren immer 10. Ich habe gehofft, diese 2 extra km einfach mitnehmen zu können, was auch super funktioniert hat. Ich hatte mit der Distanz überhaupt keine Probleme. Im Vergleich zur letzten Etappe habe ich mein Tempo aber auch etwas zurückgeschraubt, um die längere Distanz auszugleichen. Das Startprozedere kennt man mittlerweile, daran gewöhnt man sich schnell, also konnte ich mit der GoPro umgeschnallt noch ein paar Szenen vom Start hier und da einfangen, bevor es dann für mich auch auf die Strecke ging. Zu Beginn fühlten sich meine Beine extrem schwer an, als wollte sie nicht vom Boden abheben. Sowas frisst sich dann natürlich im Kopf fest und ich überlegte die ganze Zeit, ob ich es denn schaffen würde. Nach 2km legte sich das Ganze und ich konnte normal weiterlaufen. Da fehlten also noch 10km bis zum Ziel. Die Strecke war zu Beginn sehr schön, breite Wege und abwechslungsreiche Umgebungen, nach knapp der Hälfte ging es dann aber auf Wanderwege und man hat nur noch die Bäume rechts und links von einem gesehen. Im Ziel standen erneut Mengen an Menschen, mittlerweile sind es auch immer mehr, die ich kenne. Leider war bei der GoPro, die ich umgeschnallt hatte, nach knapp 8km der Akku leer, sodass ich das Finish leider nicht mehr filmen konnte. Also gehts Dienstag erneut mit der Kamera auf die Strecke.
Die beiden verbleibenden Etappen sind nur 9,8 und 10,0km lang, sodass ich noch einmal mehr Gas geben werde, als bei der vierten Etappe, mein Ziel ist es, beiden Etappen jeweils unter einer Stunde zu beenden, ich machbares, wenn auch anspruchsvolles Ziel (für mich).
Ich habe die vierte Etappe in 1h16min beendet mit einer Durchschnittspace von 6:17 min/km, in der Gesamtliste konnte ich mich dennoch erstaunlicherweise auf Platz 1874 vorarbeiten.
Ich habe jetzt innerhalb von 2 Wochen 4 Etappen gelaufen, das sind immerhin knappe 40km. Eine neue Belastung für mich, die ich so langsam auch spüre. Die Beine sind nun doch etwas müder als normalerweise. Somit verzichte ich aktuell auf größtenteils auf andere Trainings. Lediglich lockere Radtouren und Schwimmen im See, da das Wetter einfach zu schön ist um es nicht zu machen. Ab nächster Woche wird also wieder auf dem Rennrad gesessen.

5. Etappe (Gut Stiekelkamp - Holtland)

Auch Nr. 5 ist geschafft, das Finale steht also unmittelbar bevor. Vor dem Ossiloop habe ich immer gedacht, man könnte es als einzelne 10km Läufe sehen, aber dem ist auf jedenfall nicht so. Das schwierige am Ossiloop ist, in 3 Wochen 6 Wettkämpfe zu laufen, das geht irgendwann an die Konsistenz. Ich habe auf den letzten Kilometern wirklich gemerkt, dass mir die Kraft schwindet und ich am liebsten kurz Pause machen würde und mich zu erholen. Aber ich wollte das ganze durchziehen und im Ziel ankommen, also am Ende lieber ein wenig Tempo rausnehmen und dafür sicher das Ziel erreichen. Das war auch nicht so ganz selbstverständlich, den Krankenwagen konnte man des öfteren vom Ziel wegfahren sehen und auch die Sanitäter vor Ort hatten alle Hände voll zu tun.Der Großteil von diesen macht es übrigens ehrenamtlich! Es waren knappe 25 Grad und Sonnenschein, das war einigen dann wohl durch zu viel und dann hat der Körper schlussendlich nachgegeben.
Ich bin wieder mit der GoPro gelaufen, dieses mal nicht vor der Brust, sondern auf dem Kopf, was immer wieder für seltsame und komplett verschiedene Reaktionen sorgte. Heino konnte man bereits knappe 4km vor dem Ziel hören, (er ist der Streckensprecher im Ziel) und ab diesem Zeitpunkt hat man sich immer wieder gefragt, ob es denn noch weit sein kann. Seine Stimme wurde immer lauter, auch als man einmal im großen Bogen um den Sportplatz mit dem Ziel herumlaufen musste, man hatte ihn ständig im Ohr. Im Ziel war es dann wirklich erleichternd, ihm endlich die Hand reichen zu können und sich was zu trinken zu holen.
Mein Ziel von einem Platz um Platz 1600 wird auf jeden fall nichts werden, aktuell liege ich auf Platz 1830 (erneut 44 Plätze gut gemacht), somit wäre Platz 1800 bzw. 1799 ein nettes Ziel, auf das ich bei der letzten Etappe hinarbeiten will.
Bedingt durch die recht hohen Temperaturen habe ich es leider auch nicht geschafft, unter 60min zu bleiben, mit 1h2min30sek bin ich knapp gescheitert, mehr ging an diesem Tag aber auch nicht, schließlich wollte ich ankommen. Ich habe somit einen Durchschnitt von 6:21 min/km gelaufen, aufgrund der Umstände durch 4 Etappen und der hohen Temperatur bin ich damit wohl zufrieden. Ich muss tatsächlich sagen, dass ich froh bin, am Freitag die letzte Etappe laufen zu können. Dann ist es geschafft.

6. Etappe (Nortmoor - Leer)

Es ist vollbracht, der Ossiloop 2018, mein erster, aber ganz bestimmt nicht mein letzter. Ich bin Dörloper. 6 Etappen waren in den vergangenen 3 Wochen zu meistern, von Bensersiel bis nach Leer, einmal quer durch Ostfriesland. Insgesamt rund 64km über Wanderwege, durch Ortschaften, zwischen Feldern oder mitten in der Stadt. Hätte man mir vor zwei Jahren gesagt, ich werde auch mal ein Dörloper T-Shirt besitzen hätte ich nicht unbedingt daran geglaubt, aber aufgrund eines Versprechens im letzten Jahr habe ich zugesagt 2018 mitzulaufen, Versprechen gehalten würde ich sagen. Ich bin wirklich froh und stolz es geschafft zu haben, und auch wirklich erleichtert, so gut durchgekommen zu sein.
Die letzte Etappe startete in Nortmoor, knapp 2km von mir zuhause entfernt, also mein Heimrennen. Von dort ging es dann in Richtung Leeraner Fußgängerzone, an der ganzen Strecke standen Menschen und habe die knapp 3000 Läufer gefeiert und angefeuert. Zwei km vor dem Ziel gab es eine Treppe hoch auf eine Brücke, hier hat sich das ganze enorm gestaut, ca. 15 min Wartezeit musste man in Kauf nehmen. Aber durch die Erfahrungen aus den letzten Jahren hat man vor und nach der Treppe Matten zu Zeitmessung ausgelegt, sodass die Wartezeit nicht mit in die Zeit eingerechnet wird, es gab also kein Gedränge, teilweise sogar eher das gegenteil, viele haben diese Pause zur Regeneration genutzt. Danach wieder anzulaufen war auch nicht ganz einfach, aber nach ein paar hundert Metern war man wieder drin. Es ging weiter in Richtung Stadt. Auf dem letzten Kilometer standen unbeschreiblich viele Menschen, kaum ein Platz am Straßenrand war mehr frei, je dichter man dem Ziel kaum, desto mehr wurden es. Das zaubert einem einfach ein Lächeln ins Gesicht, egal wie kaputt man gerade ist. Dann kam endlich der Zielbogen in Sichtweite, man sieht Heino (den Streckensprecher) umarmt ihn im Ziel und realisiert, dass man es geschafft hat. Ich war überglücklich.
Der Ossiloop war auch als Kind immer ein Highlight, an der Strecke stehen und die vielen Läufer bestaunen oder auch am Wasserstand stehen und Plastikbecher auf die Strecke halten. Nun auf der anderen Seite zu stehen und selber zu laufen ist einfach geil. Ganz glauben kann ich es immernoch nicht. Ich bin tatsächlich den ganzen Ossiloop mitgelaufen, Ich bin Dörloper, ICH!?
Um noch ein paar Daten und Zahlen zu liefern, ich habe für die 10,1km eine Stunde und 2 Minuten gebraucht, das entspricht einer Pace von 6:13 min/km, womit ich zufrieden bin. In der Gesamtplatzierung hat es immerhin für Platz 1793 gereicht, also habe ich mich bei jeder Etappe weiter vorgekämpft. Die addierte Gesamtzeit beträgt 6:45:42, damit liege ich im Mittelfeld, was auch zu erwarten war, somit kann ich damit wohl zufrieden sein.
Das nächste Ziel steht, der Ossiloop wird auch 2019 wieder in Angriff genommen, dann von Leer und Richtung Bensersiel, wenn das Training und meine Disziplin mitspielen reicht es vielleicht sogar für eine Gesamtzeit unter 6 Stunden, das wird zwar nicht ganz einfach, aber es ist ja auch noch eine Weile bis dahin.

Mehr Informationen unter www.spass-mit-sport.de und www.ossiloop.eu