Knapp zwei Wochen nach dem Velodom in Köln steht jetzt bereits das nächste Event an. Der TT Run im niederländischen Assen. Die perfekte Verbindung aus Ausdauersport und Motorsport, Laufen auf dem heiligen Asphalt, in der “Cathedral of Speed”, dem TT Circuit in Assen. Nervosität ist mittlerweile vor einem Lauf kaum noch vorhanden, man gewöhnt sich recht schnell an die Abläufe, Startunterlagen abholen und dann auf den Start warten, eigentlich immer das gleiche Prinzip. Nur dass dieses mal alles auf niederländisch ist, aber auch das soll wohl klappen.

Eigentlich wollte ich 3 Runden laufen, was einer Strecke von 13,2 km entsprechen würde, da das Laufen nach dem Ossiloop bei mir aber leider etwas eingeschlafen bin, habe ich mich entschieden doch nur 2 Runden (8,8km) zu laufen.

Es sind knapp 100km Anfahrt bis nach Assen, nur um knapp 9km zu laufen, aber das werde ich in Kauf nehmen, um diese Location zu Laufen nutzen.

Um 8 Uhr ging es in Leer los, wir sind zu zweit (mit Olli) auf in Richtung Niederlande, knapp eine Stunde fahrt, dann waren wir an der Strecke, kurz einmal gucken und dann ab zur “Riders Info” für die Nachmeldung, mit einer Mischung aus Deutsch, Englisch und Niederländisch klappte es dann auch relativ gut, Olli war also schonmal angemeldet, jetzt kam ich noch dran. Da ich mich per Mail quais Vor-Angemeldet habe gab es ein wenig Chaos, aber auch das war nach knapp 30 Minuten beseitigt und ich hatte meine Startunterlagen in der Hand.

Also ab auf die große Haupttribüne und den ersten Läufen der Kinder auf der Start-Ziel-Gerade zuschauen. Währenddessen konnte man schonmal Chip und Startnummer fertig machen. Danach eben zum Auto alles überschüssige weg bringen und nun hieß es, noch eine Stunde zu warten bis es losging. Man guckt guckt hier und dort ein wenig und beobachtet die anderen wie sie sich auf unterschiedlichste Art und Weise vorbereiten (oder eben auch nicht). Wir waren jetzt seit 10.30 Uhr an der Strecke, mittlerweile war es 13.00 Uhr und die Gatter für die Startaufstellung wurden geöffnet. Wir gingen recht früh auf die Strecke und standen hier nun noch knapp eine halbe Stunde. Als wir uns umdrehten sahen wir einige hundert Leute hinter uns, wir realisierten, dass wir uns ganz nach vorn gestellt haben für den Start. Dann noch ein Aufwärmprogramm mit Vortänzern (was keiner Beachtet hat), dann startete der Countdown von einer Minute runter. Exakt um 13.30 Uhr viel der Startschuss und die Ampel schaltete auf grün, es ging los! Olli ließ ich direkt am Anfang losrennen, er ist halt etwas flotter als ich. Viele Leute waren das wie ich merkte, da ich auf der breiten Strecke oft überholt wurde. Nach der ersten halben Runde wurde es dann ruhiger, alle hatten ihren Platz in der Menge gefunden und liefen ihr Tempo. Durch die Haarbocht, die Strubben, zum Duikersloot und dann durch die Geert-Timmer-Bocht, die letzte Schikane für Start-Ziel. Hier verabschiedeten sich viele Läufer die nur eine Runde liefen in die Boxengasse, wo das Ziel lag. Ich lief geradeaus auf meine zweite Runde. Die Zielgerade mit den Haupttribüne mit erstaunlich vielen jubelnden Menschen spornte eine an weiter zu machen und Gas zu geben. Also das ganze noch einmal. Nach 1,5 Runden wurde mir die Luft dann langsam auch enger, aber ich kannte die Strecke und wusste, dass es nicht mehr weit ist. Einen Kilometer vorm Ziel nochmal das Tempo anheben und gucken was geht, ein paar anderen Läufer um mich rum taten es mir gleich und zogen bei mir mit (habe ICH sie etwa zu einer besseren Leistung angesport? Die Laufgemeinschaft ist schon was besonderes). Wenn man alles gibt und fast am Ende ist, dann kann sich so ein einzelner Kilometer wirklich ziehen, aber als es dann endlich in die Boxengasse ging und die Zielbogen in Sichtweite kam war das egal, man lief einfach nur noch. Die letzten hundert Meter, fünfzig, zwanzig, zehn und dann das Ziel.

 

Ich war heilfroh im Ziel zu sein, ich bin Finisher beim TT RUN 2018! Direkt im Ziel bekam man dann eine Medaille umgehängt, worüber ich mich mit am meisten gefreut habe, ein tolles Andenken an ein tolles Event.

Für mich war der TT RUN wirklich ein super Erlebnis, es war alles top organisiert (auch wenn man manchmal zweimal lesen musste oder es einfach auf gut Glück versucht hat), es war eine tolle Stimmung unter Läufer und Zuschauern vorhanden und das Laufen selbst hat auch einfach Spaß gemacht.

Zum Ergebnis: 9,0km | 52:03 min | 5:45 min/km Schnitt

Das entspricht Platz 291 von 680 Startern. Mit diesen Leistungen bin ich wirklich sehr zufrieden, ganze nebenbei war es auch ein neuer 5km Rekord für mich 😀

Olli hat es übrigens bis auf Platz 30 unter alle Läufern gebracht mit einem Schnitt von 4:30 min/km!! :0

Mehr zum TT RUN unter hier!