Nach dem S.O. Medien Triathlon am 01. Juli stand für mich fest, noch eine weitere Sprint-Distanz 2018 zu machen, nach ein wenig recherche fiel meine Entscheidung auf den swb-Silbersee-Triathlon in Stuhr bei Bremen, dieser war nur runde eine Stunde fahrt entfernt.

Nachdem ich Samstag alles zusammengepackt hatte ging es am Sonntagmorgen erstmal nach Leer um Inga abzuholen, die ebenfalls startete. Also die Räder auf den Radträger schnallen und dann ab nach Bremen. Zum Wetter: es war warm sehr warm, wie auch die Tage zuvor mit bis zu 35°C. In Stuhr angekommen holten wir zuerst einmal unsere Startunterlagen und wanderten danach wieder zum Auto und uns in der Wechselzone einzurichten. Rennrad, Schuhe, Helm, Badekappe, Handtücher und was man nicht alles so braucht. In der Wechselzone gab es nun schon den ersten großen Unterschied zum Triathlon in Stickhausen. Das Rad und die anderen Sachen wurden getrennt abgelegt, man musste sich also quasi zwei Plätze merken um seine Sachen zu finden.

So halbwegs wusste ich nun schon, wie ich mich hier am besten einrichte, wo man Schuhe und Handtuch platziert, um nicht lange herumkramen muss im Wettkampf. Gleich vier mal waren wir mit Fortuna Logabirum auf die Sprintdistanz vertreten, Hannes startete (eigentlich) in meiner Startgruppe und die anderen beiden eine knappe halbe Stunde später. Nach der Wettkampfbesprechung blieben noch 2 Minuten bis zum Start, der aber noch 500m entfernt lag, sodass ich gerade im Wasser war als auch schon der Startschuss ertönte, keine Zeit mehr zum einschwimmen, es ging direkt los. Hannes hatte weniger Glück und musste eine Startgruppe später starten.

Nach dem Startschuss musste man sich im Wasser erstmal sortieren und sich seinen Platz suchen, hier und da mal ein Fuß oder ein Arm aber sonst lief alles gut. Ich konnte trotz Brustschwimmen in der Gruppe blieben und bin nicht weit zurückgefallen, es lief gut, das merkte ich gleich, als am Ende aber 11min33sek auf der Uhr standen war ich doch etwas überrascht (zum Positiven!).

Was mir persönlich nicht so gut gefiel war der enorm lange Weg vom Schwimmausstieg zur Wechselzone, knappe 500m musste man her Barfuß zurücklegen. Man konnte diese Zeit aber immerhin zum überlegen und planen des Wechsels nutzen. In der Wechselzone angekommen musste ich nun erstmal meine Tasche wiederfinden, nach einem kurzen hin und her war sie aber auch schnell gefunden. Jetzt schnell mit den Füßen aufs Handtuch und ab in die Radschuhe, das Startnummernband um (nicht wie in Stickhausen am Lenker lassen 😉 ) und dann weiter zum Rad. Helm auf und auf auf die Radstrecke, kurz vor Ende der Wechselzone stand noch Torsten der als Kampfrichter hier war und feuerte mich nochmal an.

Auf das Radfahren freute ich mich am meisten, hier konnte ich punkten und Zeit gutmachen. Nachdem es erst ein Überholverbot gab, welches ich zur kurzen Erholung nutzen konnte/musste ging es auf die eigentliche Strecke, ab jetzt hieß es Gas geben. Ich konnte einen nach dem anderen überholen und war wirklich flott unterwegs, auf der Strecke galt es zwei Runden zu drehen ehe man wieder in Richtung Wechselzone abbiegt. Es lief wirklich alles super auf der Radstrecke, damit bin ich wirklich zufrieden. Zumal es am Ende für einen 33,5er Schnitt gereicht hat, 32 war mein Ziel! Auf dem Rückweg zur Wechselzone habe ich dann noch Netti und Inga gesehen die gerade zum Radfahren starteten.

Jetzt also T2, vom Rad in die Laufschuhe, den Radplatz habe ich schnell gefunden und meine Tasche dann auch. Laufschuhe an und los gehts zur letzten Disziplin. Hier kassierte mich der ein oder andere den ich gerade noch überholt hatte wieder ein, was mich aber auch nicht weiter wunderte. Auch Hannes holte mich mitten auf der Laufstrecke ein, obwohl er eine Gruppe nach mit gestartet war, aber auch das wunderte mich nicht weiter. Ich wollte einfach meinen Lauf machen und mein Tempo gehen. Zweimal ging es um den Silbersee herum, direkt am Ziel vorbei, sodass man die Stimmung auch mit aufgreifen konnte. In der zweiten Runde verließ mich die Lust am Laufen, also musste ich die Zähne zusammenbeißen und das ganze durchziehen. Noch einen Kilometer, 700m, 500m und dann kam das Ziel in Sichtweite, ein blauer Teppich, Banderolen am Rand, einige Zuschauer und ein beeindruckender Zielbogen. Dann war es geschafft, mein zweiter Triathlon. Meine Zeit von 1.22.50 konnte ich nicht erreichen, aber daran war die im Vergleich knapp 2,5km längere Radstrecke Schuld. Meine Schwimmzeit konnte ich steigern, auf dem Rad war ich knapp 3km/h schneller und beim Laufen nur minimal langsamer. Alles in allem also eine gute Steigerung für mich.

Der Silbersee Triathlon in Stuhr ist recht groß mit knapp 1000 Startern bleibt aber dennoch irgendwie familiär und locker, man fühlt sich einfach wohl und es ist alles nicht so spießig wie man es manchmal von größeren Events kennt. Auf meiner Liste für 2019 steht er neben dem S.O. Medien Triathlon auf jeden fall!