Eine ganze Menge Hindernisse, viel Wasser und noch viel mehr Dreck und Schlamm, das sind die XLETIX - Mitten in Deutschland in Stadtoldendorf. Am letzten Samstag ging es dann knappe 300km nach Stadtoldendorf zwischen Hannover und Göttingen. Erstmal musste man planen, was man alles einpacken muss, alte Sachen für den Lauf selbst, Wechselkleidung und Ersatzschuhe für danach, Dann neue alte Sachen für den Sonntag wo ich als Volunteer beim Muddy Angel Run dabei war sowie weitere Sachen für die Autofahrt und Co., eine logistische Meisterleistung.

Samstag ging es dann um 12 Uhr zum Check-In, Ausweis, Haftungsausschluss und Ticket vorzeigen und schon gibt es eine gelbes Papierarmband das einen als Teilnehmer kennzeichnet. Dazu noch ein Stirnband auf dem Distanz und Startnummer stehen. Der Start erfolgte ordnungsgemäß in weißer Sporthose und weißen Shirt, damit man den Dreck auch vernünftig sehen kann.

Um 14.20 Uhr war dann der Start, es gab zuvor ein kleines WarmUp, ehe es dann vom Warm-Up Area in den eigentlichen Startbereich ging. Hier gab es dann noch ein wenig Motivation ehe es dann den Startschuss gab. Nach 10 Metern ging es direkt knietief in einen Container mit Wasser, soweit so gut, danach erstmal ein Stück laufen. Es folgten Reifenstapel, einige Steigungen und Senkungen. Bei den ersten Pfützen ist man noch vorsichtig, aber spätestens bei dem ersten Schlammloch lässt man die Hemmungen fallen und springt einfach hinein. Erst dann macht es richtig Spaß, man muss es genießen, so komisch es auch klingt. Eine Gruppe von Startern traf ich 3 oder 4 mal an verschiedenen Hindernissen, dann stand der Entschluss fest: Wir liefen gemeinsam als Team weiter. Ein Gute Entscheidung, wenn man bedenkt, dass der Leitspruch vom XLETIX “Ein Team, Ein Ziel” ist 😀 An ein paar Hindernisse wäre es allein auch schwer bis nahezu unmöglich gewesen. Klar gab es genug Leute, die sich allesamt gegenseitig geholfen haben, aber mit einer “eigenen” Gruppe dabei zu sein ist schon was nettes.

Man darf hierbei wirklich keine Angst davor haben, dreckig zu werden, ansonsten ist man hier falsch am Platz. Dadurch dass es keine Zeitnahme gab, konnte man das ganze auch etwas entspannter angehen und es wirklich genießen (so blöd es klingt). Man hat auf seine Leute gewartet und ist dann gemeinsam weiter zum nächsten Hindernis. Eines der geilsten Hindernisse war die Riesen-Rutsche, unglaublich steil ging sie herunter und geradewegs in ein Wasserbecken, ein mordsspaß! Das ein oder andere mal war es wirklich rutschig auf den matschigen Untergründen, da hatten wohl auch meine alten Turnschuhe einen gewissen Anteil daran, ein wenig mehr Profil hätte wohl kaum geschadet.

Alles in allem kann man sagen, es ging wirklich matschig zur Sache, es war rutschig, dreckig, steinig, nass, kalt und anstrengend, aber hat hat einfach nur Spaß gemacht! Ich muss zugeben, ein echter Fan von solchen Crossläufen zu sein, immerhin war es nun schon mein dritter (nach dem Vull wat Manns Loop und den Steelman). Übrigens steht der Vull wat Manns Loop auch bald wieder an 😉 Man kann sich wirklich wie ein Kind fühle und sich unbekümmert um dreck welzen.

Das Lauftempo war nun nicht allzu hoch, teilweise war es auch nur ein gehen, aber dem liegt einfach die Strecke zu Füßen, starke Steigungen auf Schotter und Sand, oder schlammige und rutschige Wege ließen nicht wirklich viel zu. Aber darum geht es hier auch garnicht.

Die XLETIX werden mir auf jedenfall noch lange in Erinnerung bleiben, mit Blick auf einen Start im nächsten Jahr. Die ganzen Eindrücke hier wiederzugeben ist gar nicht zu einfach, am besten einfach das Video gucken 😉 Einen riesen Dank auch nochmal an mein spontan entstandenes Team auf der Strecke, war super mit euch! Was auch geblieben ist, ist der Dreck und der modrige Geruch, zumindest zwei weitere Tage. Das half auch das Duschen erstaunlicherweise nicht viel… So hatte man aber immerhin noch ein “schönes” Andeken.

Nach den XLETIX am Samstag stand dann noch der Muddy Angel Run am Sonntag an. Ein ähnlicher, etwas entschärfter Hindernislauf, aber eben nur für Frauen, der auf Brustkrebs aufmerksam machen soll. Bedingt durch die Zusammenarbeit der beiden Läufe war es möglich, am Samstag bei den XLETIX zu starten und am Sonntag beim Muddy Angel Run als Volunteer dabei zu sein, und so sein Startgeld drastisch zu senken! Und gleichzeitig freut sich der Veranstalter auch über jeden helfende Hand. Somit hatte es gleich einen doppelten Nutzen. Ich wurde dann für die spannendste Schicht eingeteilt, das Einweisen der Autos auf dem Parkplatz … es macht keinen sonderlichen Spaß, muss aber nunmal auch gemacht werden. Nach ein paar Stunden war der Parkplatz dann voll und und habe eines der Hindernisse betreut, ein Wasserbecken mit vielen Beachbällen. Das wiederum hat wirklich Spaß gemacht, man konnte die Damen auch mit den Bällen abwerfen 😉 was teilweise aber dafür sorgte, dass man mit dem Dreckswasser geduscht wurde, aber auch das gehört dazu.

Als nächstes kommt dann jetzt der Vull wat Manns Loop am 22./23. September in der Kieskuhle Logabirum!